Widerspruch beim Bauvorbescheid oder Bauantrag

Das tut weh! Man hat ein Projekt, ist Feuer und Flamme, möchte sofort loslegen, hat schon mal Geld für den Architekten ausgegeben, und bekommt einen Ablehnung des Vorbescheides. Ich fand das ungerecht. Zumal Jörn, der Architekt, sich alle erdenkliche Mühe gegeben hatte, und alle Nachbarhäuser gemessen und nachgeplant hat. Diese hat er im Antrag als Vergleichsobjekte aufgeführt, und wir sind bei unserer Planung jeweils in Höhe, Tiefe und Breite darunter geblieben.

Aber so leicht gebe ich nicht auf. Ich klage jedem, dem ich begegne, mein Leid, und schimpfe auf die Behörden: „Hey, ganz Hamburg spricht davon Wohnraum zu schaffen, ich will es tun, und mir werden nur Steine in den Weg gelegt. Was kann ich tun?

Also, erst mal wieder Nachbarn fragen. Mir kam in den Sinn, dass ein Nachbar doch auch erst mal eine Ablehnung bekommen hatte? Ich besuche ihn.

Er sagt: Widerspruch einlegen!

Das erzähle ich Iris. Wie ihr euch sicher denken könnt, ist Iris auch eine Nachbarin, und zudem noch Juristin. Iris sagt, dass sie mir hilft. Einen Tag später habe ich eine mail von ihr, in der sie einige Paragraphen-Zeichen eingefügt hat. Das sieht für mich sehr beeindruckend aus. Sie beruft sich auf das „Gleichheits-Gesetz“, also, dass ich das genehmigt bekommen muss wenn andere es auch bekamen. Ich maile den Widerspruch an meinen Sachbearbeiter bei der Behörde, und schicke es parallel mit der Post, weil das mehr Eindruck macht, denke ich mir.

Dann geht alles so weiter wie gehabt. Nämlich nicht!

Ich rufe wieder an. Diesmal bekomme ich den Spezial-Widerspruch-Sachbearbeiter erst garnicht ans Telefon. Seine Sekretärin wimmelt mich ab. Nach dem dritten Anruf sage ich, ich käme mal persönlich vorbei. Sie sagt das könne ich lassen, weil ich nicht rein käme. Nach langem hin und her, und dem Vorschlag, ich würde mich mal bei dem nächst höheren Vorgesetzten melden, kam dann eine mail. Der Mitarbeiter erklärte mir er hätte irgendetwas in dem Vorbescheid übersehen, das es ihm Leid täte, und der Vorbeischeid wäre somit genehmigt.

Tschakka! Hartnäckigkeit zahlt sich aus.

Gebt bei einer Ablehnung des Bauantrags nicht gleich auf. Informiert euch, und schaut ob es in eurer Gegend ähnliche Projekte gibt die bereits realisiert wurden. Die könnt ihr als Vergleichs-Objekte bei einem erneuten Bauantrag einreichen.

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